Körperhaltung

Tipps zur Kontrolle der Körpersprache

Schon, wie Sie sitzen...

... verraten Sie, ob Sie entspannt oder innerlich stark erregt sind. Darüberhinaus lässt sich daran die Einstellung gegenüber Ihrem Gesprächspartner ablesen: An der Distanz, die Sie zwischen sich und Ihren Gesprächspartner legen, ob Sie diese durch zurücklehnen vergrößern oder durch vorbeugen verringern, erkennt Ihr Gegenüber den Grad Ihrer Sympathie oder Antipathie.

Natürlich besitzt ein einziges Signal, das Sie aussenden, isoliert betrachtet, noch nicht genügend Aussagekraft. Das Zusammenspiel aber, gleichsam die Summe der Signale, die Sie aussenden, geben schon einigen Aufschluss über Ihre innere Haltung. Ein einfühlsamer Interviewer wird vielleicht beim Inerpretieren Ihrer Körpersprache eine Art Kontrolle durch nachforschende Fragen oder rüchsichtsvoll-abwartendes Schweigen anwenden. Da Sie damit aber nicht rechnen können, versuchen Sie, Folgendes zu beachten.

Eine kleine körpersprachliche Dramaturgie des Gesprächbeginns

Gehen Sie aufrecht-entspannt, aber ohne zu trödeln, zu dem Platz, der Ihnen angeboten wird. Wählen Sie eine unverkrampfte, natürlich-aufrechte Sitzhaltung. Wenn Sie das Gespräch mit mehreren Gesprächspartnern führen, setzen Sie sich so, dass Sie ohne Verrenkung oder Ändern Ihrer Grundhaltung mit jedem in direkten Blickkontakt treten können.

Legen Sie die Hände locker vor sich auf den Tisch, den Handrücken der einen in die Handfläche der anderen Hand. Schlingen Sie Ihre Füße nicht um die Stuhlbeine oder verstecken Sie sie nicht unter dem Sitz, sondern stetzen Sie sie mit der ganzen Sohle auf dem Boden auf. Achten Sie darauf, dass Sie weder breitbeinig noch mit zusammengepressten Beinen sitzen.

Sobald das Gespräch eröffnet wird, beugen Sie sich leicht vor. Sie können sich hierbei auf die Ellbogen stützen; achten Sie aber darauf, dass Sie dabei die Schultern nicht hochdrücken und/oder einen Buckel machen. Sollten Sie Ihren Gesprächspartner noch nicht angeschaut haben, dann tun Sie dies jetzt. Sollten mehrere Personen am Gespräch beteiligt sein, nicken Sie diesen freundlich zu und richten dann Ihren Blick offen und freundlich auf denjenigen, der das Gespräch eröffnet.

Wenn Sie bei der Begrüßung unsere Hinweise bezüglich des Blickkontaktes beachtet haben, ist es übrigens sogar vorteilhaft, wenn Sie Ihren Gesprächspartner nicht ununterbrochen fixiert haben. Überlegen Sie sich einmal, was Sie seitdem getan haben: Sie sind zu Ihrem Platz gegangen, haben sich hingesetzt, eine vernünftige Sitzhaltung eingenommen, sich gleichlam "sortiert" und sich gesammelt. Wenn Sie während all dieser Vorgänge Ihren Gesprächspartner dauernd im Blick haben, machen Sie ihn mindestens nervös, weil Sie weder ihm noch sich selbst eine kurze Sammlungsphase zugestehen, die es erlaubt, entspannt mit dem Gespräch zu beginnen.

Aus dem Beginn folgt alles andere

Für den weiteren Gesprächsverlauf gilt grundsätzlich das, worauf wir bereits in den Abschnitten zur Äußere Erscheinung und zu Gesichtsausdruck und Blickkontakt gesagt haben: Das A und O ist vor allem ein in sich stimmiges, der jeweiligen Gesprächssituation angemessenes Verhalten. Dies wird Ihnen umso besser gelingen, je sicherer Ihnen der Gesprächseinstieg auf die oben beschriebene Weise gelungen ist. Deswegen zum Schluss noch zwei Ratschläge:

  1. Behalten Sie auch während der Vorbereitungs- und Sammlungsphase ein unverkrampftes, natürliches Lächeln bei: es hilft Ihnen, eine entspannte, positiv-interessierte Grundhaltung einzunehmen, zu erhalten und auch nach außen zu zeigen.
  2. Versuchen Sie, die oben beschriebene Fuß- und Beinhaltung während des Gespräches beizubehalten. Bedenken Sie: Während des Gespräches wird Ihr Körper ebenso "mitreden" wie Sie selbst. Da wird mit Ihrem Gesicht, Ihren Armen und nicht zuletzt auch mit Ihrer Stimme eine Menge passieren. Wenn Sie dabei in der oben beschriebenen Weise im wahrsten Sinne des Wortes "mit beiden Beinen auf dem Boden" bleiben, bewahrt Sie dies davor, bei aller Erregung in irgend einem körpersprachlichen Bereich "auszurasten" und die Kontrolle zu verlieren.

Tipps zur Kontrolle der Körpersprache

Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite enthalten keine rechtsverbindlichen Auskünfte und ersetzen somit keine Rechtsberatung.

Quelle: JOBworld