Eine Tagesordnung hat zwei wichtige Funktionen:
1) Sie fasst Ihre inhaltliche Vorbereitung zusammen. Indem Sie nämlich den Ablauf der Sitzung planen und die anstehende Verhandlung in einzelne Punkte oder Schritte gliedern, müssen Sie alles Material, das Sie gesammelt haben, ebenso wie die Zielvorgaben, die Sie sich stellen, sortieren, in eine zeitliche Abfolge bringen und jeden einzelnen Punkt auch sprachlich zusammenfassen und auf eine griffige Formel bringen. Das präzisiert zugleich auch Ihre strategischen Überlegungen.
2) Mit einer guten Tagesordnung, die immer auch eine realistische und saubere Zeitplanung umfasst, können Sie eine Verhandlung gewissermaßen prägen, ihr Ihren Stempel aufdrücken. Und: Die Gegenseite merkt, dass Sie es ernst meinen.
Wichtig ist, dass Sie vor Verhandlungsbeginn die Zustimmung aller Teilnehmer (auch der Gegenseite!) zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung einholen. Solche Vorgespräche können Ihnen übrigens wichtige Hinweise über Strategie und "Gestimmtheit" der anderen Seite geben.
Die einzelnen Punkte der Tagesordnung sind ein wichtiger Bestandteil Ihrer Verhandlungsstrategie. Entsprechend sollten Sie sich für die Erstellung genügend Zeit nehmen. Grundsätzlich hat eine gute Tagesordnung drei Aufgaben zu erfüllen:
Übrigens ist eine realistische Zeitplanung schon wegen der Arbeitsbelastung der Beteiligten wichtig. Das heißt: Viele reagieren verärgert, wenn die Zeit über Gebühr überzogen wird und sich Verhandlungen endlos hinziehen. Setzen Sie also immer einen zeitlichen Endpunkt der Verhandlung fest, und planen Sie die Zeit so, dass die Tagesordnung eingehalten werden kann.
Grundsätzlich gilt: Die Seite, welche die Tagesordnung festlegt, hat in der Regel das größere Interesse an dem Treffen. Ihr steht normalerweise die erste Redezeit zu. Wenn Sie von der Gegenseite eine Tagesordnung erhalten, dann sollten Sie diese genau prüfen und Ihre Strategie entsprechend anpassen. Sprechen Sie mit der Gegenseite über Ihre Änderungswünsche. Dies kann eine Änderung der Rednerliste sein, Sie können aber auch Ergänzungen oder Änderungen einzelner Tagesordnungspunkte vorschlagen. Merken Sie sich gut, wie die Gegenseite auf Ihre Vorschläge reagiert, dies gibt Ihnen wichtige Hinweise darauf, mit wem Sie es zu tun bekommen.
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Quelle: JOBworld